Rendite



Was versteht man unter Rendite, was ist der Unterschied zwischen Nettorendite und Bruttorendite und wie lässt sich die Rendite einer Geldanlage oder Investition berechnen? Hier finden Sie einen Überblick zum Thema Rendite.


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Die Rendite wird in vereinfachter Form als das Verhältnis von Einzahlungen und Auszahlungen definiert und prozentual über einen Zeitraum angegeben. Anders ausgedrückt berechnet sich die Rendite aus Gewinn pro eingesetztem Kapital. Im Gegensatz dazu wird bei Krediten entsprechend der Höhe der Kreditzinsen von Nominalzins oder Effektivzins gesprochen.


   

Beispiel zur Berechnung der Rendite

Die Berechnung der Rendite soll an folgendem sehr vereinfachten Beispiel verdeutlicht werden:
Wenn jemand etwa 1.000 Euro etwa in Bundesanleihen investiert und nach einem Jahr 1.100 Euro zurückerhält, so entspräche das einer jährlichen (Traum-)Rendite von 10%. Wird der gleiche Betrag erst nach 2 Jahren erwirtschaftet, so beträgt die jährliche Rendite überschlägig nur noch ca. 5% pro Jahr. Unter Berücksichtigung der Zinseszinsen beträgt die Rendite sogar nur ca. 4,88% jährlich.


   

In welchen Bereichen spielt die Rendite eine Rolle?

Die Rendite ist überall dort bedeutsam, wo Geld investiert wird. So ist die Rendite ein wichtiger Entscheidungsfaktor bei der Geldanlage etwa in Tagesgeld, Festgeld, Anleihen, Fonds oder für ein Aktienportfolio in einem Depot. Als Anleihen kommen Unternehmensanleihen, Bundesanleihen oder Bundesschatzbriefe in Betracht. Aber auch bei Investitionsentscheidungen in Unternehmen spielt die Rendite ein wichtige Rolle. Die Rendite von Sparbuchzinsen auf einem Sparkonto ist zumeist sehr gering. Hier kann die Berechnung der Zinsen für Tagesgeld sowie die Berechnung der Zinsen für Festgeld vorgnommen oder die Dividendenrendite ermittelt werden.

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Was ist der Unterschied zwischen Nettorendite und Bruttorendite?

Bei der Nettorendite werden im Gegensatz zur Bruttorendite weitere Faktoren berücksichtigt. Bei der Nettorendite wird etwa der Abzug von Steuern berücksichtigt. Im privaten Bereich ist im Zusammenhang mit möglichen Geldanlagen lässt sich hierzu in erster Linie die Abgeltungsteuer ermitteln. Bei Anlagen im betrieblichen Bereich werden Erträge aus Geldanlagen nicht durch die Abgeltungsteuer besteuert.

Aber auch die Inflationsrate kann bei der Berechnung des Vermögenszuwachses berücksichtigt werden. Falls die Bruttorendite keine Verwaltungsgebühren etwa in Form von Depotgebühren berücksichtigt, können auch diese im Rahmen der Nettorendite berücksichtigt werden. Da die Depotgebühren im Rahmen der Abgeltungsteuer als Werbungskosten nicht mehr abzugsfähig sind, wird deutlichs wie lohnend ein Depot-Vergleich sein kann. Aber auch, wenn ein Kostenloses Depot gewählt wurde, entstehen beim An- und Verkauf von Wertpapieren zusätzlich Ordergebühren, welche in der Renditeberechnung berücksichtigt werden müssen.

   

Wo lassen sich Renditen für Festgeldeinlagen oder Tagesgeldeinlagen vergleichen?

Im Internet gibt es zahlreiche Seiten die einen kostenlosen Online Festgeld-Vergleich oder Tagesgeld-Vergleich anbieten. Auf diese Weise erhalten Sie einen schnellen Überblick über das aktuelle Zinsniveau bei diesen Anlageformen. Oftmals wird ein Wechsel zu einer Bank noch mit einem Aufwandsbonus vergütet. Bei einem Tagesgeld-Rechner können Sie zudem den Anlagebetrag und die Anlagedauer vorgeben, so dass aus diesen Angaben das günstigste Tagesgeld-Konto ermittelt werden kann.

   

Vereinfachtes Beispiel zur Nettorendite

Die nominale Rendite einer Kapitalanlage betrage 4 % und die jährliche Inflationsrate liege bei 2 %. In überschlägiger (aber nicht exakter) Berechnung lässt sich feststellen, dass der Vermögenszuwachs nun nur noch ca. 2% pro Jahr beträgt. Falls nun der Sparer-Freibetrag bereits ausgeschöpft ist, können auf die Kapitalerträge Steuern in Höhe von z.B. ca. 25 % auf die Zinsen einbehalten werden. Die anfänglich dargestellten Zinserträge von 4% reduzieren sich damit auf 3% und der Vermögenszuwachs auf 1% pro Jahr. Fall das Girokonto, Tagesgeldkonto oder Depotkonto nun nicht kostenlos ist, sondern jährliche Gebühren von vielleicht 0,5% anfallen, verringert sich der Vermögenszuwachs noch weiter. Schließlich kann eine Kapitalinvestition auch noch über einen Kredit fremdfinanziert sein. Unrentabel wird es zumeist, wenn eine Investitionssumme von z.B. 10.000 Euro in Festgeld investiert wurde, der Dispositionskredit auf dem Girokonto aber mit z.B. 8.000 Euro in Anspruch genommen wurde. In diesem Fall müssten auch noch Kreditzinsen bei der Rendite abgezogen werden.

   

Tipps zur Erhöhung der Rendite

Bei der Berechnung der Rendite sollte sichergestellt werden, dass alle Kosten bekannt und berücksichtigt werden, bevor eine Investition getätigt wird. Möglichst viele Investitionsalternativen sollten in Betracht gezogen und miteinander verglichen werden.. Nach Möglichkeit sollte ein Konto ohne bzw. mit geringen Gebühren gewählt werden. Bei einer Geldanlage auf dem Festgeldkonto, Tagesgeldkonto oder in Bundesanleihen ist unter anderem die Höhe der Zinsen maßgeblich. Bei der Tagesgeldanlage kann auch darauf geachtet werden, ob es sich um ein Lockangebot der Bank handelt bzw. welche Zinssätze den Bestandskunden gewährt werden. Gegebenenfalls kann das Konto bei Zinsänderungen nach einer Weile gewechselt werden. Bei größeren Geldbeträgen kann die Investitionssumme auf mehrere Konten verteilt werden, falls die durch Einlagensicherungsfonds abgesicherten Beträge überschritten werden.

   





Rendite-Haftung

Inhaltsverzeichnis auf rendite.com.de

1. Beispiel zur Berechnung der Rendite
2. In welchen Bereichen spielt die Rendite eine Rolle?
3. Was ist der Unterschied zwischen Nettorendite und Bruttorendite?
4. Wo lassen sich Renditen für Festgeldeinlagen oder Tagesgeldeinlagen vergleichen?
5. Vereinfachtes Beispiel zur Nettorendite
6. Tipps zur Erhöhung der Rendite